Von Einsiedeln nach Schindellegi

Das Gebiet von Einsiedeln war für mich bis jetzt völlig unbekannt. Anlässlich eines Weiterbildungskurses hatte ich die Gelegenheit hier mal eine Wanderung zu absolvieren. 


Das Kloster Einsiedeln
Das Kloster Einsiedeln

Unser Treffpunkt war am Bahnhof in EInsiedeln. Gespannt war ich, was ich in den kommenden Stunden erleben würde. Schon nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt von Einsiedeln erreichten wir das Kloster mit seiner imposannten Klosterkirche. Hier kam bereits eine kleine Enttäuschung. Auf den Bildern sieht der Platz vor dem Kloster viel grösser aus als er in Wirklichkeit ist. Es hatte auch viele parkierte Autos und der Vorplatz wird im Moment renoviert so dass es diverse Abschrankungen und Baugerüste hatte. So liessen wir Einsiedeln hinter uns, in Richtung Sihlsee.



Das Kloster Einsiedeln

im Jahre 835 errichtete der Möche Meinrad die erste Einsiedelei am Ort des heutigen Klosters Einsiedeln. Nach seinem gewaltsamen Tod im Jahre 861 liessen sich andere Mönche dort nieder. Im Jahre 934 wird das Benediktinerkloster Einsiedeln gegründet. Seit dem Jahre 1130 gehört das Kloster Fahr im Limmattal zum Kloster Einsiedeln. Immer unter Aufsicht des Abtes des Klosters Einsiedeln. Mit den Jahren wurde das Kloster Einsiedeln zu einem beliebten Wahlfart.- und Pilgerort. Mitte des 15. Jahrhunderts war die Zeit des Klosters Einsiedeln beinahe vorbei, denn es hatte keine Mönche mehr. Der Dekan vom Kloster St. Gallen nahm sich dem Kloster an und er hatte Erfolg. So wurde das Kloster trotz diversen Erweiterungen rasch einmal zu klein. Man beschloss einen Neubau. Im Jahre 1714 nach zehn Jahren Bauzeit war das neue Kloster fertiggestellt. Und im Jahre 1721 war die Grundsteinlegung für die neue Klosterkirche.

Nach dem zweiten Weltkrieg zählte das Kloster über 200 Mönche. Doch heute, hat sich das Bild geändert. Es leben nur noch 60 Mönche im Kloster. Auch die Wallfahrts und Pilgerzüge gibt es fast nicht mehr. Es kommen jedoch immer noch viele Einzeltouristen nach Einsiedeln.



Nach kurzer Zeit erreichten wir den Sihlsee. Der Sihlsee ist mit 10,72m2 der Flächenmässig grösste Stausee der Schweiz. Er hat eine 33 Meter hohe und  124 Meter lange Mauer. Erstellt wurde sie in den Jahren 1932 - 1937. 500 Menschen mussten das Gebiet verlassen und viele Häuser überflutet.

In der Umgebung von Einsiedeln existieren noch diverse Hochmoore von nationaler Bedeutung. Wir durchquerten das Moor von Allmig. An vielen Stellen sieht man immer noch die Orte, wo während des 2. Weltkrieges Torf abgebaut wurde. Mich selber faszinierte die Blumenbracht. Es wachsen sehr viele Orchideen auf den Wiesen.

Wir wanderten teilweise auf dem Jakobsweg. Zum Beispiel über die historische Teufelbrücke über die Sihl bei Egg. Aus Zeitgründen verzichteten wir auf den Umweg über den Etzel. Wir waren ja schliesslich an einem Workshop über Seniorenwandern.  So wanderten wir unterhalb des Etzels nach Bühl mit diversen wundervollen Aussichten auf den Zūrichsee, die Alpen, Dörfer  und anschliessend hinunter zur Sihl und dem Fluss entlang nach Schindellegi.

 

Fazit dieser Wanderung. Es ist eine schöne abwechslungsreiche Gegend. Das Kloster Einsiedeln so beim Vorbeiwandern war eine kleine Enttäuschung. Man muss wohl Zeit einplanen für eine Besichtigung. Die Wanderung selber ist schön, jedoch sind leider ein grossteil der Strecke auf geteerten Wegen und teilweise sogar mit viel Verkehr. 



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Kommentare: 2
  • #1

    Michel Amatucci (Montag, 05 Juni 2017 11:47)

    Tolle Bilder. Diese Wanderung werde ich auch mal in Angriff nehmen.
    LG Michel

  • #2

    Willy (Montag, 05 Juni 2017 19:25)

    Vielen Dank Michel. Es freut mich, dass dir die Bilder gefallen. Und die Gegend von Einsiedeln ist schön und zu empfehlen.
    LG Willy

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